Familiendarlehen

Wenn die Entscheidung getroffen wird, eine Immobilie zu kaufen oder zu bauen, können die meisten Leute mit einer großartigen Unterstützung aus ihrem Familienumfeld rechnen. Hierbei muss es sich längst nicht nur um Arbeitsunterstützung auf der Baustelle handeln – in zahlreichen Fällen können die angehenden Immobilieneigentümer auch mit finanzieller Unterstützung rechnen.

Es ist nicht unüblich, dass die Eltern oder Großeltern einige Euros zum Erwerb der Immobilie beisteuern. Teilweise geht es aber auch um größere Geldbeträge, die zum Beispiel als zinslose Darlehen bereitgestellt werden. Schon so mancher Bauherr konnte auf seinen reichen Onkel hoffen, der ihm ein beachtlich großes und vor allem zinsfreies Familiendarlehen zur Verfügung gestellt hat.

Wer sich in der glücklichen Lage befindet, auf diese Weise an Kapital zu gelangen, stellt sich natürlich die Frage, ob er dieses Geld als Eigenkapital ansetzen kann. Diese Frage kann bejaht werden, weil es auch aus Sicht der Banken überhaupt kein Problem darstellt, zinslose Familiendarlehen mit in die Finanzierung einzubringen. Allerdings müssen sich die Kreditinstitute aufgrund ihrer Richtlinien zur Darlehensvergabe absolut sicher sein, dass das Kapital auch tatsächlich vorhanden ist. Aus diesem Grund ist es erforderlich, einen Kreditvertrag nachzuweisen, in welchem die Konditionen des Familiendarlehens festgehalten sind.

Solch ein Vertrag kann formlos erstellt werden. Bei der Vertragsgestaltung kommt es im Prinzip nur darauf an, dass die Darlehenshöhe sowie die Verzinsung festgehalten sind. Des Weiteren muss ein Nachweis über das Vorhandensein des Kapitals erbracht werden. Der Nachweis kann zum Beispiel durch Vorlage eines Kontoauszugs erbracht werden.