Einfamilienhaus

Es ist der Klassiker unter den Wohnformen, das Einfamilienhaus – und das nicht nur im übertragenen, sondern auch im realen Sinne. Schon in der Antike und in der Renaissance fanden sich jene Villen, die im 19. Jahrhundert Vorbild für die großbürgerlichen Villen in Europa werden sollten. Heute werden zwar nicht mehr so viele Einfamilienhäuser wie zu Zeiten des großen Baubooms in den 1960er Jahren erbaut, aber immer noch zieht es Familien, vor allem mit Kindern, in die eigenen vier Wände.

Ein klassisches Einfamilienhaus ist das sogenannte freistehende Einfamilienhaus. Wie der Name schon andeutet steht dieses Haus frei auf einem Grundstück ohne Verbindung zu einem anderen Haus. Bei diesem Haustyp unterscheidet man die unterschiedlichsten Baustile und –richtungen: Unter einem Siedlungshaus versteht man beispielsweise ein einfaches, eineinhalbstöckiges Haus mit Nutzgarten. Quasi das Gegenteil ist eine Villa, ein repräsentatives Stadthaus mit Rasenfläche zur Erholung. Immer beliebter werden auch Landhäuser, die häufig im mediterranen Stil einen Hauch Urlaub und Unbeschwertheit in den Alltag der Hausbewohner zaubern. Zu den weiteren Einfamilien-Haustypen zählen etwa das Doppelhaus bzw. die Doppelhaushälfte oder das Reihenhaus.

Einfamilienhäuser sind häufig mehrgeschossig, da so die zur Verfügung stehende Grundfläche für das Gebäude mehr als nur einmal genutzt werden kann – baut man mehrgeschossig, stehen statt 60 m² beispielsweise 120 m² Wohnfläche zur Verfügung. Einen Bungalow, also ein eingeschossiges Haus, findet man in Deutschland als Wohnhaus relativ selten. Eine Ausnahme bilden Bungalows als Ferienhäuser, die dann aber auch anderen Ansprüchen als ständig genutzte Wohnhäuser genügen müssen. Zusammen mit Wochenendhäusern und Wohncontainern stellen Ferienhäuser übrigens eine Sonderform der Einfamilienhäuser dar, da sie nicht ständig bewohnt sind und daher nicht offiziell zu den Einfamilienhäusern gezählt werden.