Reihenhaus

Viele träumen von einem eigenen Haus und den damit verbundenen Freiheiten, aber leider noch viel zu häufig platzt der Traum vom Eigenheim angesichts teurer Baugrundstücke und hoher Immobilienpreise. Dass es auch preiswerter geht, beweist allerdings seit Jahrzehnten das Reihenhaus. Dabei handelt es sich um eine ganz besondere Bauform: Der jeweilige Häuserblock umfasst mehrere Wohnhäuser, die direkt aneinander gebaut werden. Die einzelnen Häuser teilen sich also ihre Seitenwände mit den Nachbarhäusern, was zu einer Senkung der Baukosten führt – schließlich müssen statt vier nur noch zwei Wände errichtet werden und das Haus hat im Allgemeinen auch weniger Fenster, die sonst zusätzliche Kostenfaktoren darstellen würden. Günstiger Nebeneffekt: Durch diese Bauweise geht weniger Wärme an die Umgebung verloren, was Heizkosten dauerhaft und spürbar senken hilft.

Reihenhäuser sind genauso breit wie das Grundstück, auf dem sie stehen. Logischerweise ist dies keine Kann-Bestimmung, schließlich müssen die Häuser genau aneinander gebaut werden. Ein Vorteil dieser Bauweise ist, dass selbst relativ schmale Grundstücke, die sonst kaum Käufer finden würden – ein freistehendes Einfamilienhaus würde schlichtweg keinen Platz darauf finden - genutzt werden können. Demzufolge sind auch die Grundstückskosten deutlich niedriger als sie es für ein herkömmliches Stück Bauland wären, das groß genug für ein freistehendes Einfamilien- oder ein Doppelhaus wäre.

Hinter Reihenhäusern befindet sich in der Regel ein Garten, der jedem Reihenhausbesitzer frei zur Verfügung steht. Meist grenzt man sein Gartengrundstück durch eine Hecke oder einen Zaun vom Nachbargrundstück ab. Nachbarn, die sich sehr gut verstehen, entschließen sich manchmal auch dazu, ihre Gartengrundstücke zusammenzulegen und so gegenseitig von einem größeren Garten in geselliger Runde zu profitieren. Positiver Nebeneffekt hier: Ein separater Garten ist angesichts der flexiblen Nutzungsmöglichkeiten des Reihenhaus-Gartens häufig gar nicht mehr sinnvoll – ein weiterer Kostenpunkt entfällt also.

Die Reihenhäuser der 1950er und 1960er sind vielen modernen Hauskäufern zu gleichförmig und trist, so dass sie nach Alternativen Ausschau halten. Eine dieser Alternativen sind beispielsweise Townhauses, moderne Reihenhäuser, die versuchen, so viel Freiraum und Komfort auf so geringer Grundfläche wie möglich zu schaffen.