Gebäudekosten
Geht man einmal von einem durchschnittlichen Einfamilienhaus aus, das mit Hilfe eines Architekten geplant und gebaut wird, ergeben sich vor, während und nach der Bauphase die unterschiedlichsten Bau- und Baunebenkosten allein schon für das Gebäude. Die wichtigsten von ihnen sollen hier kurz Erwähnung finden.
Zentraler Kostenpunkt bei den Gebäudekosten sind in der Regel die anfallenden Material- und Lohnkosten. Je nach den Wünschen des Bauherrn reißt dieser Posten das größte Loch in die Kasse des Auftraggebers. Zu den Kosten für beispielsweise Steine und Holz, Putz und Farbe, Rohre und Technik kommen meist Kosten für Maurer und Elektriker, Dachdecker und Fliesenleger, Maler usw. Je weniger man sich selbst am Bau und Ausbau des Hauses beteiligt, desto höhere Lohnkosten fallen logischerweise an.
Die Bauarbeiten unterscheidet man übrigens in allgemeine Bauarbeiten, Rohbauarbeiten und Ausbauarbeiten. Während die Ausbauarbeiten wie etwa Verputzen, Verschalen, die Installation der Haustechnik oder das Verlegen der Böden auch von ambitionierten Hobbyhandwerkern durchgeführt werden können, sind für die Rohbau- und die allgemeinen Bauarbeiten in der Regel Fachkräfte vonnöten. Die Kosten in diesem Bereich kann nur senken, wer eine sogenannte Muskelhypothek einbringt und selbst oder mit Familie und Freunden mit anpackt. Einige Arbeiten erfordern jedoch echtes Fachwissen und sollten demzufolge nur von sachkundigem Fachpersonal durchgeführt werden.
Neben diesen reinen Baukosten für das Eigenheim fallen jedoch auch Nebenkosten an. Abgesehen von den Finanzierungskosten zählen beispielsweise auch Kosten für Genehmigungen, Planungskosten für beispielsweise den Architekten oder auch allgemeine Kosten wie Telefon- oder Kopiergebühren dazu. Unverzichtbar sind einige Versicherungen wie die Bauhelferversicherung und die Feuer-Rohbauversicherung, die ebenfalls zu den Nebenkosten gehören.
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