Finanzielle Belastbarkeit

Zur Berechnung der maximalen Darlehenssumme und somit auch der maximalen Objektkosten ist eine Größe unerlässlich: Die maximale monatliche Belastbarkeit. Um diese Basisgröße zu ermitteln, bedient man sich der einfachen Buchhaltung und erstellt eine Bilanz: Auf der einen Seite werden die Einnahmen notiert, die andere schlüsselt die Ausgaben aus. Was unter diesen Begriffen genau zu verstehen ist, erfahren Sie im jeweils dazugehörigen Kapitel.

Auf der Einnahmenseite findet man Punkte wie den monatlichen Verdienst, aber auch andere Einnahmen wie etwa Renten, Mieteinnahmen, Kindergeldzahlungen usw. Die Ausgabenseite listet Punkte wie beispielsweise allgemeine Lebenshaltenskosten, Versicherungszahlungen oder laufende Kredite auf.

Ein Beispiel: Vater und Mutter Müller befinden sich beide in einem unbefristeten Angestelltenverhältnis mit einem gemeinsamen durchschnittlichen Jahreseinkommen in Höhe von 55.000 Euro. Für ihre beiden kleinen Kinder erhalten sie Kindergeld. Zudem erhalten sie monatliche Mietzahlungen in Höhe von 400 Euro. Das Auto, das mittels Ratenkredite erworben wurde, muss noch drei Jahre abbezahlt werden. Zudem fallen für die Lebenshaltung inklusive Miete und Nebenkosten regelmäßig Kosten in Höhe von monatlich 2500 Euro an.
Wichtig wäre in diesem Fall zunächst, alle Werte auf das Jahr hochzurechnen. Erst dann können die Einnahmen und Kosten jeweils akkumuliert und die Ausgaben von den Einnahmen abgezogen werden. Der übrige Betrag steht zur freien Verfügung und könnte für die Darlehenstilgung herangezogen werden.

Bei der Auflistung der Einnahmen und Ausgaben sollte man darauf achten, dass die Einnahmen nicht zu optimistisch und die Ausgaben nicht zu zurückhaltend beziffert werden. Im schlimmsten Fall würde man sonst eine zu hohe Belastbarkeit ermitteln, was dazu führen kann, dass die monatliche Belastung durch die Tilgungsrate höher ist, als der zur freien Verfügung stehende Betrag - die Finanzierung wäre so gefährdet.