Feuerversicherung
Wenn man einer Feuerversicherung während der Bauzeit abschließt, spricht man vielmehr von einer Feuer-Rohbau-Versicherung als von einer Feuerversicherung. Der Sinn einer solchen Versicherung ist schnell erraten: Der Bauherr soll durch sie vor dem finanziellen Risiko geschützt werden, welches sich durch einen Brand ergeben kann.
Die Feuer-Rohbau-Versicherung berücksichtigt dabei, dass Brände durch unterschiedliche Gegebenheiten verursacht werden können. So ist man mit dieser Versicherung geschützt vor Bränden, die durch Blitzschlag, Explosion, Überspannung und – je nach Versicherung – sogar durch einen Flugzeugabsturz verursacht werden. Dabei umfasst diese Versicherung alle Schäden, die an dem Bauobjekt selbst, aber auch an den Baustoffen, die sich auf der Baustelle befinden, auftreten.
Die Feuer-Rohbau-Versicherung hat eine begrenzte Laufzeit: Sie gilt nur während der Bauzeit, sobald das Haus bezugsfertig ist, muss man sich gegen die Gefahr durch Feuer mit einer Gebäudeversicherung schützen. Manche Versicherer bieten Ihren Kunden an, eine Gebäudeversicherung bereits bei Baubeginn abzuschließen, und zwar dergestalt, dass diese die ersten in Form einer Feuer-Rohbau-Versicherung für die ersten 12 Monate kostenlos ist und dann in eine beitragspflichtige Gebäudeversicherung übergeht. Auf diese Weise können Sie unter Umständen Beiträge sparen und Lücken in Ihrem Versicherungsschutz vermeiden.
Schließt man eine Feuer-Rohbau-Versicherung separat ab, stellt sie eine perfekte Ergänzung zu der Bauleistungsversicherung dar, da die letztere Schäden, die durch einen Brand verursacht werden ausschließt. Je nach Versicherer ist es möglich beide Versicherungen kombiniert abzuschließen. Auf keine der beiden Versicherungen sollte allerdings verzichtet werden, da sie beide Bestandteile eines umfassenden Schutzes darstellen, auf den kein Bauherr verzichten sollte.
|